Vom alten zum neuen Vorstand

Katrin Lorbeer - Mittwoch, 23. Oktober 2019

katrin lorbeerWer ehrenamtlich im Verein arbeitet, kennt das Problem: Viel zu viel Arbeit verteilt sich auf viel zu wenige Schultern. Oft bleiben neben dem Hauptberuf nur Nacht- und Wochenendschichten, um Newsletter zu schreiben, Veranstaltungen zu planen oder Mitgliederversammlungen vorzubereiten – ganz abgesehen von der Pflege der Vereinshomepage. Daher trauen sich viele erst im Ruhestand zu, ein solch arbeitsreiches Ehrenamt zu übernehmen. Doch das nächste Problem lugt da gleich um die Ecke: Je betagter die Vorstandsmitglieder, umso absehbarer ist der nächste Vorstandswechsel. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin oder eines Nachfolgers sollte strategisch vorbereitet sein. Denn wer nicht plant und bis zum Schluss wartet, riskiert bei der Mitgliederversammlung betroffenes Schweigen auf die Frage, wer sich für ein Amt zur Verfügung stellen möchte.

Zweierlei ist daher vonnöten: Machen Sie rechtzeitig die Positionen in Ihrem Verein transparent und erstellen Sie ein Profil der gesuchten Tätigkeit. Das hilft, um Aufgaben zu definieren, umzugestalten oder auch zu splitten, die potenzielle Nachfolgerinnen oder Nachfolger sonst überfordern könnten. Stattdessen lassen sich vielleicht viele kleine Aufgabenpakete schnüren, die nicht wieder von den üblichen Verdächtigen, sondern von neuen Zielgruppen geleistet werden können, die so für die Vereinsarbeit gewonnen werden. Umgekehrt sollten Sie aber auch die Interessen und Motive des potentiellen Nachwuchses in den Blick nehmen: Überlegen Sie, welche Tätigkeit, welche technische Ausstattung und welcher Gestaltungsfreiraum für ein neues Mitglied im Vorstand attraktiv wäre. Denn die Arbeit im Verein, das wissen Sie selbst am besten, macht Freude, wenn man das Gefühl hat, sich selbst einbringen und verwirklichen zu können. Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und geben Sie Raum für Veränderungen – Ihr Verein und Ihr Theater wird von den so gewonnen Initiativen und Ideen profitieren und sich verjüngen. Dafür drücke ich Ihnen die...


weiterlesen

Hide Main content block

Wo bleibt die Kultur in Europa?

Deutscher Bühnenverein - Donnerstag, 26. September 2019

Bühnenverein fordert Klarheit über den Stellenwert der Kultur in der EU-Kommission

logo buehnenvereinDie geplante Abschaffung des eigenen Portfolios für Kultur und Bildung in der Europäischen Kommission ist aus Sicht des Deutschen Bühnenvereins ein schlechtes Signal für Europa. Der Europäischen Kommission soll nach den Plänen der gewählten Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, kein/e Kommissar*in explizit für den Bereich Kultur und Bildung angehören. Sollte das Europaparlament dem vorgeschlagenen Personaltableau zustimmen, wird die Zuständigkeit für die Kulturpolitik der EU bei Mariya Gabriel liegen, der designierten Kommissarin für „Innovation und Jugend".


weiterlesen

Meldungen aus unseren Mitgliedsgesellschaften

Die Mitgliedsgesellschaften von MUTHEA berichten regelmäßig von ihrer Arbeit. Klicken Sie zum Weiterlesen auf die Titel der Beiträge - oder sehen Sie hier die Meldungen im Überblick.

Top