Zwischen Tanz und Tanztheater

Katrin Lorbeer - Montag, 16. Dezember 2019

katrin lorbeer

Die künstlerische Vielseitigkeit deutscher Ballettkompagnien ist einzigartig: Pflegen auf der einen Seite homogene Ensembles die klassischen Choreographien von „Giselle“ und „Schwanensee“, werden andernorts alte Balletthierarchien aufgegeben und die künstlerische Individualität einer jeden einzelnen Tänzerin und eines jeden einzelnen Tänzers in den Mittelpunkt gestellt. Und manchmal passiert all das innerhalb einer einzigen Kompagnie! Mir scheint: Keine andere künstlerische Gattung ist so sehr der Tradition verhaftet und gleichzeitig so anarchisch und körperlich-existenziell. Kein Wunder, dass der Funke unmittelbar auf das Publikum überspringt: Wer einmal eine Ballettpremiere erlebt und das Toben im Zuschauerraum gehört hat, weiß was Begeisterung ist. Gerade das Ballett kann junge Menschen zu Theaterfans machen – hierin liegt für uns Fördervereine ein großes Potential. Denn die Tänzerinnen und Tänzer sind selbst meist sehr jung und ihr hartes Training beeindruckt auch alle diejenigen, die sonst mit „komplizierter Kunst“ nichts am Hut haben.

Aber wir Fördervereine tragen auch eine besondere Verantwortung für unsere Ensembles. Machen wir uns bewusst: Die Tänzerinnen und Tänzer kommen aus der ganzen Welt, leben hier fern ihrer Heimat und kämpfen mit bürokratischen Hindernissen. Sie sind von allen Ensemblemitgliedern am schlechtesten bezahlt, ihre Karriere ist mit 35, 40 Jahren bereits beendet. Und sie zahlen mit Verletzungen, Schmerzen und einem frühen Verschleiß ihres Körpers einen bitteren Preis für die schöne Kunst, die sie uns bieten. Hier sind unsere kreativen Ideen und auch politisches Engagement gefragt: So sollte z.B. – wie bei jedem anderen Leistungssport auch – die Physiotherapie, die Verletzungen vermeiden hilft, keine Privatangelegenheit sein, sondern in den Theatern fest verankert und auch budgetiert werden.

Einige dieser Ideen finden Sie in unserem Schwerpunkt-Artikel zu diesem Thema von Renate Winkler aus Görlitz.

Auch der Wechsel nach einer Tanzkarriere in einen anschließenden Beruf bedarf einer besseren Regelung.

Und allein schon ein Bericht in Ihrer Mitgliederzeitung über die ebenso harte wie faszinierende Welt hinter den Kulissen hilft, den Tänzerinnen und Tänzern die öffentliche Wertschätzung zu verschaffen, die sie sich jeden Tag mit Schweiß erarbeiten. Ich bin sicher, Ihnen fällt nach der Lektüre der Texte auf der MUTHEA-Seite etwas ein, was Sie zur Unterstützung Ihrer Tanzensembles tun können. Berichten Sie uns darüber – ich freue mich auf Ihre Beiträge!
Ihre Katrin Lorbeer

Auch der Wechsel nach einer Tanzkarriere in einen anschließenden Beruf bedarf einer besseren Regelung. Und allein schon ein Bericht in Ihrer Mitgliederzeitung über die ebenso harte wie faszinierende Welt hinter den Kulissen hilft, den Tänzerinnen und Tänzern die öffentliche Wertschätzung zu verschaffen, die sie sich jeden Tag mit Schweiß erarbeiten. Ich bin sicher, Ihnen fällt einiges ein, was noch zu tun wäre – und freue mich auf Ihre Beiträge!

Ihre Katrin Lorbeer

Vom Umgang mit der Tanzcompany

Renate Winkler - Sonntag, 15. Dezember 2019

tanzcompany goerlitzDie Tanzcompany des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau feierte in dieser Spielzeit 20jähriges Bestehen. Nach der Jubiläums-Gala im Oktober gab es lobende Worte und eine Rückbesinnung auf großartige Produktionen, die die Zuschauer an vielseitige, nachdenkliche, fröhliche - aber immer von einer eigenständigen Ästhetik geprägte - Tanzabende erinnerten.
Anlässlich der Feierlichkeiten überreichte der Görlitzer Theater- und Musikverein eine Einladung zu einem Arbeitsfrühstück in einem Hotel der Stadt. Das ist nichts Neues und Besonderes. Als mir die künstlerischen Leiter Dan Pelleg und Marko E. Weigert jedoch von der großen Freude erzählten, die diese Einladung im Tanzensemble auslöste, wurde es Zeit, über die einzelnen Menschen nachzudenken.


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MUTHEA gratuliert in Marburg

Helmut Nehrbass - Mittwoch, 18. Dezember 2019

marburg landestheaterZur Feier seines 25-jährigen Bestehens hatte der Freundeskreis des Hessischen Lansdestheaters nach Marburg eingeladen. MIt Stolz und Genugtuung konnte dessen langjähriger Vorsitzender Jürgen Bandte auf das großartige Engagement für diese mittelhessische Bühne zurückblicken. 

Dies unterstrich auch Helmut Nehrbaß (Wiesbaden), der als Vertreter des MUTHEA-Vorstands Glückwünsche überbrachte. Er zeigte sich besonders beeindruckt von dem starken Mitgliederzuwachs (jüngst innerhalb eines halben Jahres von 220 auf 342 Mitglieder) und wünschte dem Freundeskreis ebenso wie dem Landestheater weiterhin viel Erfolg und große Resonanz."


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MUTHEA beim DAKU-Workshop in Lüneburg

Katrin Lorbeer - Mittwoch, 18. Dezember 2019

workshop lueneburgDer Dachverband DAKU lud am 2. September zu einer ersten Regionalveranstaltung für Kulturfördervereine. Gastgeber war das Museum Lüneburg: Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Fördervereinen verschiedenster Kultursparten kamen und widmeten sich einen Tag lang Vorträgen und Diskussionsrunden: Es ging um die vielfältigen Möglichkeiten von Kulturfördervereinen, „ihre“ Kulturinstitution erfolgreich zu unterstützen.


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Meldungen aus unseren Mitgliedsgesellschaften

Die Mitgliedsgesellschaften von MUTHEA berichten regelmäßig von ihrer Arbeit. Klicken Sie zum Weiterlesen auf die Titel der Beiträge - oder sehen Sie hier die Meldungen im Überblick.

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