Tanztheater ist „res publica“

vorstand giessen assamIm Anschluss an die Jahreshauptversammlung des „Vereins der Freunde des Theaters Gießen e.V.“ am 13.05.2019 wurde der Theaterpreis „denkmal“ an den Ballettdirektor des Stadttheaters Gießen Tarek Assam unter großen Beifall verliehen, was bis dahin ein Geheimnis war.

Die mit 5000 € dotierte Auszeichnung des Gießener Theatervereins wurde damit zum fünften Mal vergeben und würdigt die Preisträger für ihre Theaterarbeit und das in die mittelhessische Region ausstrahlende theaterbezogene Engagement in Sonderheit.

Die Vorsitzende Helga Göbel stellt in ihrer Laudatio mit Tarek Assams Biographie sein lokales, nationales und internationales Wirken als Choreograph, Theaterlobbyist, zeitgenössischen Tanzentwickler, Tanzpädagogen, Förderer (junger) Tänzer/innen, Organisator von Tanzfestivals, Motor der Tanz-compagnie Gießen sowie steigende Besucherzahlen heraus.

Weil er mit seiner Arbeit in ästhetischer und thematischer Sicht auf Probleme der Zeit eingeht und Tanztheater auch als „res publica“ (Motto der nächsten Gießener Spielzeit) versteht, ist ihm jetzt zu Recht der „denkmal“-Preis zuteil geworden. Seine Leistung seit 2002 in Gießen war und ist „Identitätsstiftung und Erfüllung des Bildungsauftrags für die Region par excellence“, wie die Laudatorin feststellte.

Zur Verleihung der Urkunde waren noch die Mitglieder des Tanzensembles und Intendantin Cathérine Miville und Spar-tenverantwortliche gekommen und erwiesen ihm Anerken-nung und Ehre. Für den Preis und die lobenden Worte bedankte sich Tarek Assam leicht gerührt beim Theaterverein und nannte es einen „Ritterschlag“, der weiter motiviert.

Anschließend gab es im Studio taT als Sonderveranstaltung für den Theaterverein das Tanzstück „Auftaucher“ von Henrietta Horn zu sehen, das seit 2017 im Programm ist.

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