Erst Tanz, dann Wahlen

Die Jahreshauptversammlung des Theatervereins fand wegen der pandemiebedingten Einschränkungen anders statt: Diesmal gab es zuerst eine Bühnenpräsentation und anschließend die Mitgliederversammlung, zu denen die Vorsitzende Helga Göbel circa 90 Mitglieder und Gäste begrüßte. 

Eine spezielle Performance von vier Mitgliedern der Tanzcompagnie wurde geboten, die während der Pandemiezeit entstand, als man nicht auftreten durfte. Wie T. Assam erläuterte, entwickelten die Tänzer und Tänzerinnen „Miniaturen“, um unter „begrenzten Bedingungen“ sich mit „Einsamkeit und Frustrationen der Zeit“ auseinanderzusetzen.  Somit erlebten die Anwesenden eindrucksvoll, wie Michael D’Ambrosio, Chiara Zincone, Emma Jane Howley und Madeleine Salhany Gefühle des Getrenntsein und der Suche nach Zusammensein mit schwungvollen und ebenso zarten Bewegungsabläufen entwickelten.  Der Beifall und eine Rose waren wohlverdient.

Zum Abschied und in Anerkennung seines langjährigen Wirkens als Theaterchefs dankten H. Göbel und Dr. Jürgen Gerhard begleitet mit kräftigem Applaus und einem Präsent Tarek Assam. An die Verleihung des Theaterpreises „denkmal“ erinnerten sie: „Sie haben in ihrer Zeit viele Impulse, auch mit ‚tanzart ostwest‘, gegeben und allen Altersgruppen den Zugang zum ‚modernen Tanz‘ mit immer neuen Mitwirkenden geöffnet.“ Sein Weggang, meinte J. Gerhard, sei zu bedauern, aber es sei nun mal so, dass mit R. Wagner gesprochen „Alles, was ist, endet“, und H. Göbel spontan mit H. Hesse ergänzte: „… und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, womit sie Ihm für die Zukunft weiterhin Erfolg wünschte. T. Assam bedankte sich für die Würdigung und erinnerte daran, dass dies nicht möglich gewesen sei, ohne die Unterstützung der Intendantin C. Miville und der Ex-Oberbürgermeisterin D. Grabe-Bolz. 

Zu Beginn des formalen Abends berichtete die Vorsitzende über die Wahlperiode. Neben den wenigen präsenten Monatstreffen und dem Stammtisch gab es aus bekannten Gründen noch zwei Zoomereignisse, um mit den Theaterleuten über ihre Arbeit zu sprechen. Ein Dankeschön an C. Miville,  Kristin Schulze und alle Beteiligten der Veranstaltungen, wurde mit Beifall quittiert. Reduziert waren auch Vorstandssitzungen, manches wurde digital oder telefonisch geklärt. „Der Vorstand hofft, dass zukünftig wieder persönliche Treffen möglich sein werden“, ist ihr Wunsch. Der Pandemie ist es auch geschuldet, dass die Vergabe des Theaterpreises „denkmal“ entfallen ist.

Der nach 14 Jahren scheidende Kassierer Jürgen Schlicht erläuterte die positive finanzielle Situation des Vereins. Da vom Theater im Moment keine größeren Anforderungen gestellt wurden, stehen somit für die Zukunft mehr Fördermittel zur Verfügung. Die vielen Jahre zuverlässiger Kassenführung und vertrauensvoller Zusammenarbeit lobte.  die Vorsitzende unter zustimmendem Beifall.

Zum Ende der Spielzeit endet auch die Intendanz von der anwesenden C. Miville, deren Zeit am Stadttheater als erfolgreich, anregend und vielfältig in allen Sparten gewürdigt und mit viel Applaus bedacht wurde.

In der ersten Maiwoche wird sich das neue Intendantinnen-Team dem Theaterverein vorstellen und den nächsten Spielplan präsentieren.

Nach Bericht der Revisoren wurde der Vorstand entlastet. Die von Dr. Marcus Kiefer geleiteten Wahlen ergaben: 

Helga Göbel (Vorsitzende), Dr. Jürgen Gerhard (Stellvertreter), Werner Ickler (Kasse), Ute Gerhard (Schriftführung), Joachim Brauner und Jürgen Schlicht (Beisitzer); Revisoren Manfred Schöberl, Michael Schnellenkamp; Beirat: Anne Matz, Dagmar Schimmelpfeng, Christa Schlicht-Schnetter, Petra Schneider, Dr. Ingrid Weg-Rupp

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