Conrad-Ekhof-Preis 2018 der Theaterfreunde Schwerin für Martin Brauer

2018 08 10 schweringSchauspieler Martin Brauer wurde mit dem diesjährigen Conrad-Ekhof-Preis der Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin e. V. ausgezeichnet. "Die Jury hat sich in diesem Jahr entschieden, den Preis an Martin Brauer zu vergeben, weil er in den unterschiedlichsten Rollen in seinem bisherigen Engagement in Schwerin stets mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung überzeugt hat. Vor allem in seiner Darstellung als Theaterschauspieler Josef Tura in Steffi Kühnerts Inszenierung ,Sein oder Nichtsein' brillierte er auf Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters", begründet Matthias Kunze, der stellvertretende Vorsitzende der Theaterfreunde, die Entscheidung der Jury.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer festlichen Matinee am Sonntag, den 8. Juli 2018 im Konzertfoyer des Mecklenburgischen Staatstheaters statt. Gestiftet wurde der mit 2.500 Euro dotierte Preis in diesem Jahr von dem Schweriner Theaterfreund Hans Thon, der den Preis am 8. Juli persönlich an den Künstler übergab. Die bewegende Laudatio hielt die bekannte Filmschauspielerin und Regisseurin Steffi Kühnert. 

Martin Brauer, 1971 in Rostock geboren, studierte von 1987 bis 1991 Schlagzeug an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin und von 1995 bis 1999 Schauspiel an der dortigen Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Von 1999 bis 2001 war er am Staatsschauspiel Dresden engagiert, 2001 bis 2006 am Deutschen Theater Berlin, 2006 bis 2008 am Theater Magdeburg und 2008 bis 2011 am Centraltheater Leipzig. Er arbeitete u. a. mit den Regisseurinnen und Regisseuren Claudia Bauer, Thomas Bischoff, Jorinde Dröse, Dimiter Gotscheff, Sascha Hawemann, Andreas Kriegenburg, Jürgen Kruse, Hans Neuenfels, Thomas Ostermeier, Anette Pullen, Nora Somaini, Friedo Solter, Hasko Weber und Peter Zadek. Martin Brauer spielt in verschiedenen Bands und Bandprojekten, wie der Funkband the finerippes, dem Tom Waits-Projekt und Sofa 8. Seit 2005 spielt er regelmäßig mit Rainald Grebe in der Band Die Kapelle der Versöhnung, mit der er am 9. Juni im Großen Haus des  Mecklenburgischen Staatstheaters bei der Sommertour 2018 mit "Das Wigwam Konzert" zu erleben war.

Er war in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, arbeitete von 1999 bis 2001 als Gastdozent für Schauspiel an der Leipziger Hochschule, seit 2013 an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg sowie als Schlagzeugpädagoge an den Musikschulen in Rostock und Wismar. Seit 2016/2017 ist Martin Brauer fest im Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters engagiert, wo er u. a. die Titelrolle in "Liliom", den Serge in "Kunst" sowie unter der Regie von Steffi Kühnert den ehemaligen Theaterdirektor Hassenreuter in "Die Ratten" und Josef Tura in "Sein oder Nichtsein" spielte. "Der großartige Martin Brauer hält den Abend zusammen: ebenso hochfahrend-arrogant wie verquer-hilflos spielt er nicht allein um sein Überleben, sondern um das des polnischen Widerstands", schrieb Gunnar Decker in Neues Deutschland über die Premiere.

Jeweils zum Ende einer Spielzeit wird ein besonders begabter Künstler mit diesem Preis geehrt, der nach dem "Vater der deutschen Schauspielkunst", Conrad Ekhof, benannt wurde. Conrad Ekhof gründete 1753 in Schwerin die erste deutsche Schauspiel-Akademie. Der Preis wird seit 1998 von den Theaterfreunden verliehen. Preisträger der vergangenen Jahre waren u. a. die Schauspielerinnen Josefin Ristau und Caroline Wybranietz, die Sopranistin Stamatia Gerothanasi, der Schauspieler und Regisseur Christoph Bornmüller und 2017 der Tenor Matthias Koziorowski.

 

 

 

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