Podiumsdiskussion in Görlitz

katrin lorbeer140 öffentlich getragene Theater mit 50.000 Vorstellungen jährlich und 39 Millionen Zuschauern – die deutsche Theaterlandschaft ist einzigartig und hat es inzwischen auf die Nominierungsliste zum immateriellen Weltkulturerbe geschafft. Hervorgegangen aus deutscher Kleinstaaterei und der Prunksucht absolutistischer Duodezfürsten sind die Stadttheater heute Sinnbild gelebter Demokratie. Meist zentral neben Rathaus und Marktplatz gelegen, begegnet sich hier ein aufgeklärtes Bürgertum, verhandelt seine kulturellen Werte und feiert neugierig und aufgeschlossen „seine“ Künstler, die aus aller Welt stammen. Die Stadttheater sind längst keine repräsentativen Musentempel für elitäre Veranstaltungen mehr – sie haben sich gewandelt zu lebendigen Diskussionsforen, zu städtischen „Wohnzimmern“, in denen ein jeder willkommen ist, miteinander zu erleben, zu denken und direkt zu kommunizieren. So ist das deutsche Stadttheater für seine Bürger zum unverzichtbaren Bestandteil von urbaner Lebensqualität geworden. Und in seinem unermüdlichen Streben nach künstlerischer Erneuerung stieg dabei so manche Provinzbühne zum Welttheater auf: Man denke nur an Weimar, an die Wiege des deutschen Regietheaters in Meiningen oder Pina Bauschs Tanzkompagnie in Wuppertal ...

Diese Vielfalt und Weltoffenheit zu erhalten – aller geistigen Engstirnigkeit und knapper Kassen zum Trotz – dafür kämpfen die Theaterfreunde von MUTHEA. Und darum geht es auch bei der Podiumsdiskussion auf unserer Jahrestagung in Görlitz, zu der ich Sie herzlich einladen möchte: Mit renommierten Gästen loten wir die Handlungsmöglichkeiten und Herausforderungen der Stadttheater aus. Viele praktische Beispiele aus der Vereinsarbeit sollen Ihnen als wertvolle Inspiration dienen. Das genaue Programm finden Sie hier (Verlinkung). Schauen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!


Herzlich,

Ihre Katrin Lorbeer

 

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