Vielfalt feiern

Und so konnten die Zuschauer aus einer großen Vielfalt von Inszenierungen von elf sächsischen Theatern wählen. Fast möchte man sagen: ein Glück, dass sich die Vorstellungen auf zwei Städte aufgeteilt haben. Es war einfach unmöglich, alles zu sehen. Deshalb haben wir uns auf die in Zwickau gezeigten Vorstellungen „beschränkt“ – und selbst hier war die Auswahl riesig.

Das begann mit einer furiosen Aufführung von „Rigoletto“ durch die Landesbühnen Sachsen im Gewandhaus. Der Darsteller der Titelfigur hatte erst am Tag der Aufführung erfahren, dass er für den erkrankten Hauptdarsteller einspringen soll, und nach der Vorstellung hat er den verdienten langanhaltenden Applaus des Publikums entgegen nehmen können.

Weiter ging es mit Vorstellungen im Alten Gasometer Zwickau und im Gewandhaus. Da stand z.B. die Frage „Wem gehört unser Leben“ im Schauspiel „Gott“ von Ferdinand von Schirach in der Inszenierung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen. Das Schauspiel Leipzig war mit einer Uraufführung „Frau Ada denkt Unerhörtes“ zu Gast, dasMittelsächsische Theater mit Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau“ und so weiter.

Es ist eine tolle Möglichkeit, so viele verschiedene Theater kennen zu lernen – ohne dafür in die Ferne schweifen zu müssen. Schade, dass nicht noch viel mehr Zuschauer die Möglichkeit genutzt haben. Aber die, die da waren, waren begeistert von der Vielfalt unserer sächsischen Theaterlandschaft.

Zum Schluss gab es für das Stück „Tiere essen“ des Theaters Junge Generation (tjg) Dresden den Sächsischen Theaterpreis der Jury und den Förderpreis für „Sieh mich an, wenn ich mit dir rede“ vom Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau.
Das 12. Sächsische Theatertreffen wird 2024 in Leipzig stattfinden und wieder Gelegenheit bieten, die bunte Vielfalt der sächsischen Theaterlandschaft zu erleben.

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