7. Symposium der Förder- und Freundeskreise in Berlin - eine Zusammenfassung

symposiumBeim 7. Symposium der Förder- und Freundeskreise in der Kultur 2015 am 20. März in der Niedersächsischen Landesvertretung Berlin kamen rund 120 Vertreter von Förder- und Freundeskreisen und Kulturinstitutionen aus ganz Deutschland zum Erfahrungsaustausch nach Berlin.

Nach einem Vortrag von Sandra Broschat von Coca Cola zur Kundenbindung in der Wirtschaft, gab Dr. Matthias Dreyer (Stiftung Niedersachsen) einen breiten Überblick über die Mitgliedergewinnung und -bindung in den Vereinen. Er betonte den Wert des Engagements von Förder- und Freundeskreisen, das weit über eine finanzielle Unterstützung ihrer Institution hinausgehe und von Öffentlichkeitsarbeit bis zu zeitlichem Einsatz bei Hilfsarbeiten für die jeweilige Institution reiche. Dabei hob er auch den emotionalen Aspekt hervor, der nach seinen Worten für die Motivation der Mitglieder eine wichtige Rolle spielt.

Um 13.00 Uhr durften die drei Nominierten des Wettbewerbs „Junge Ideen“ in jeweils 5 Minuten ihr Konzept vorstellen. Alle drei Nominierten - Junge Freunde der Kunsthalle Hamburg, NThusiasten Junge Freunde Nationaltheater Mannheim und die Jungen Kunstfreunde Chemnitz – haben das anwesende Fachpublikum mit drei höchst unterschiedlichen und spannenden Konzepten überrascht. Die Entscheidung des Publikums wurde am Abend bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Auswahlkriterium war, ein Konzept zu finden, das für junge Freundeskreise bundesweit anwendbar sein sollte.

In anschließenden Praxis-Foren tauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönlichen Erfahrungen aus, entwickelten sehr engagiert ihre Ideen weiter und konkretisierten Bedarfe. Dabei wurden Themen wie Mitgliederwerbung und -bindung, Lobbyarbeit, Crowdfunding und Social Media, Mittelbeschaffung und Steuern und Recht angesprochen. In ihrem Resümee zog die Moderatorin des Symposiums, Professorin Ingrid Stahmer (Forum Freundeskreise der Stiftung Zukunft Berlin) den Schluss, dass die Mitgliederbindung der Freundinnen und Freunde zukünftig verstärkt werden könne, wenn sie sich mit mehr Mitverantwortung für ihre Institutionen einbringen.

Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner würdigte in seinen Worten beim abschließenden Empfang im Jüdischen Museum das Engagement von Freundeskreisen in der Kultur. Sie leisteten im Kultur- und Museumsbereich einen wichtigen Beitrag. Ein Höhepunkt des Tages war die Preisvergabe des Wettbewerbs „Junge Ideen“, der an den Freundeskreis NThusiasten vom Mannheimer Nationaltheater vergeben wurde. Wir danken der „re:publica“ für die Spende der beiden Tickets.

PDF - Redebeitrag von Dr. Matthias Dreyer (Stiftung Niedersachsen)
www.kulturmanagement.net
www.stiftungzukunftberlin.eu

1000 Zeichen frei


Top