Solidarität

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theater paderborn ukraineLiebe Theaterfreund*innen, 

fassungslos blicken wir in diesen Tagen auf die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine und bekunden mit Flaggen und blau-gelb beleuchteten Theatergebäuden unsere Solidarität: Sie gilt den tapferen Ukainern, die ihren souveränen Staat gegen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verteidigen, den verzweifelten Frauen und Kindern auf der Flucht und den furchtlosen Russen, die trotz drohender Verhaftungen für den Frieden und gegen Putin auf die Straße gehen. Längst hat der Konflikt auch die Sphäre der Kultur erreicht. Kirill Petrenko, der russische Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wandte sich in einer am 25. Februar veröffentlichten Erklärung scharf gegen das, was er „Putins heimtückischen” Angriff nannte. Er sprach von einem „Messer im Rücken der ganzen friedlichen Welt” sowie einem Angriff auf die Künste, die „über alle Grenzen hinaus verbinden”. Die Putin nahestehende Sopranistin Anna Netrebko und auch Dirigent Valery Gergiev verweigern dagegen die Distanzierung zum Kriegsverbrecher im Kreml, mit dem sie befreundet sind – und werden derweil aus allen ihren Engagements entlassen. Die Welt zeigt Flagge. Und es wird klar, dass auch der Kultursektor nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern sich verhalten muss ... 

Liebe Theaterfreund*innen, was können wir tun? Was sind in der Zeit der Krieges wie im Post-Corona-Alltag unsere Aufgaben, und wie können wir sie gestalten? Darüber wollen wir uns mit Ihnen austauschen:Bei unserem digitalen Treffen am 9. April ab 14.30 Uhr werden sich die Gastgeber unser Herbsttagung, die Theaterfreunde Paderborn, persönlich vorstellen. Wir erwarten einen Vortrag von Erich Sidler, dem Intendanten des Deutschen Theaters in Göttingen. Und da sich Theaterfördervereine aus ganz Deutschland zuschalten werden, haben Sie auch reichlich Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken. Ein umfangreiches Programm – in knackigen 90 Minuten. Seien Sie, ob MUTHEA-Mitglied oder erst einmal nur unverbindlich interessiert, mit dabei – wir würden uns freuen! 

Ihre 
Katrin Lorbeer 

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